Ausrüstung oder: ist nicht alles! Aber alles ist nix ohne!

Wie kommen Sie an gutes Equipment? Das ist ganz einfach: Gehen Sie in ein Fachgeschäft kaufen Sie sich eine Spiegelreflex für 1.500,- EUR, ein paar gute Objektive für zusammen 6.000,- EUR und nochmal für 2.500,- EUR Zubehör wie Stative, Blitze, Diffusorschirme u.v.m.! Wie - Sie wollen nicht 10.000,- EUR investieren? Bei Ihnen sitzt das Geld auch nicht so locker? Pech gehabt!

HALT - das war ein Scherz! Vergessen Sies einfach. So genial auch teure Ausrüstung ist - wir brauchen Sie nicht! Was nützen Ihnen z.B. 40 oder mehr Autofokusmessfelder, wenn Sie schon mit einem überfordert sind? Lassen Sies einfach, konzentrieren Sie sich aufs wirklich Wesentliche.

Aber mit der 50,- EUR Kamera von Discounter wirds natürlich auch nichts. Nur, wo liegt der gesunde Mittelweg? Eine Spiegelreflex sollte es schon sein. Und hier müssen Sie auch schon unterscheiden zwischen dem Body (= das nackte Kameragehäuse) und der Optik.

“Kaufen Sie eine Spiegelreflex mit 20 Megapixeln, das ist das einzig Wahre” - wenn Sie so etwas hören, können Sie getrost von linken zum rechten Ohr unter Umgehung Ihres Gehirnes einen Bypass legen. Dieser Mensch hat keine Ahnung und kann Ihnen wahrscheinlich nichts wirklich Hilfreiches beibringen, verschwenden Sie nicht Ihre Zeit, Ihm zuzuhören.

“Kauf Dir lieber ein leichtes Tele im Portrait-Bereich mit einer 2,8er-Optik” - Musik in Ihren Ohren, dieser Zeitgenosse lässt zumindest ein gewisses Fachwissen vermuten. Ich zähle mich zu dieser Sorte, deshalb wage ich es, an dieser Stelle etwas über die Ausrüstung zu schreiben. Mir geht es also darum, Ihnen zu helfen, ein Stückchen besser zu werden.

Mein erster Tipp: sparen Sie am Body, nicht aber an den Gläsern. Der beste Sensor nützt Ihnen nichts, wenn die Optik davor nichts taugt. Also lieber ein Einsteigerbody und dafür in ein gutes Glas investieren.

Und noch ein paar wichtige Tipps

  • Sammeln sie nicht Ausrüstung - sondern FOTOGRAFIEREN Sie. 
  • Fangen Sie erst mal klein an und FOTOGRAFIEREN Sie.
  • Erst, wenn Sie das Gefühl haben, mit dem Body oder einem Glas an dessen Grenzen angekommen zu sein, dann investieren Sie in neue Ausrüstung und FOTOGRAFIEREN Sie.
  • Glas vor Body - die heutigen Sensoren sind so gut, dass der Hauptteil der Bildqualität durch das Glas bestimmt wird.
  • Wenn es etwas Neues sein soll - probieren Sie das aus, z. B. bestellen Sie 2-3 Alternativen, prüfen Sie, was Ihnen liegt. Nicht testen, sondern FOTOGRAFIEREN Sie. Schicken Sie den Rest zurück.
  • Tests sind interessant, mehr aber auch nicht. SIE müssen mit dem Body/Glas zurecht kommen, das ist das Einzige, was wirklich zählt. FOTOGRAFIEREN Sie.

Bodycheck

Nikon D7100
Quelle: www.nikon.de

Reicht ein Body für 300,- € oder muss es der für 3.000,- € sein?

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Ein Gläschen mehr

Weitwinkel-/Ultraweitwinkelobjektiv 12-24 mm
Quelle: www.nikon.de

Die Objektive sind für eine hohe Abblidungsleitung = Bildqualität verantwortlich und damit wichtiger als der Body.

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