Landschaften

Die Königsdisziplin der Fotografie. Komposition, Bildausschnitt, Aufnahmetechnik müssen richtig perfekt sein. Dazu kommen oft noch schwierige Lichtsituationen, die Sie meistern müssen. Denn erst dann wird eine Landschaftsaufnahme für den Betrachter interessant. Das macht die Landschaftsfotografie zur Königsdisziplin! Eine schöne Landschaft zu fotografieren heißt oft auch, früh aufstehen, um die Goldene Stunde zu nutzen. Die goldenen Stunde ist der kurze Zeitraum, wenn die Sonne aufgeht und die Landschaft in ein besonders weiches und warmes Licht taucht.

Gerade deswegen ist es auch ein Bereich der Fotografie, der mir viel Spaß macht. Nicht immer sind es die Totalen, die faszinieren. Oft sind es Details, die viel spannender sind, als das Ganze. Mein Foto-Trainer bezeichnete das als “Flucht ins Detail”. Für mich eine Schlüsselerkenntnis, die ich auf jeden Bereich der Fotografie anwenden kann.

Aufnahmetechnik

Blaue Stunde in Nürnberg
Komposition mit Diagonalen und einer Senkrechten

Motiv weit weg = große Schärfentiefe

Dadurch bekommen Sie bei Landschaftsaufnahmen oder Architekturaufnahmen so ziemlich alles scharf.

Im diesem Bild benötige ich eine große Schärfentiefe über den kompletten Bereich. Schließlich sollen Vorder-, Mittel- und Hintergrund scharf abgebildet werden! Folglich wählte ich eine große Blenzahl (=kleine Blendenöffnung).

Ausrüstung

Mehr aufs Bild mit einem Witwinkel/Ultraweitwinkel

Weitwinkel-/Ultraweitwinkelobjektiv 12-24 mm
Quelle: www.nikon.de

Wenn Viiiiiel aufs Bild drauf soll, dann muss es ein Weitwinkel sind. Doch Vorsicht, ein Weitwinkel ist etwas für Kenner, denn erstens ist ein Bild nicht schön, auf dem zu viel drauf ist und zweitens wird die Verzerrung bei 12 mm schon extrem. Und so musste irgendwann ein Ultra-Weitwinkel her. Es wurde das Ultraweitwinkel (= noch weitwinliger) NIKKOR 12-24 mm / 4. Ich habe mir das Glas relativ spät gekauft und bin völlig glücklich mit dem Teil.

Aber aufgepasst: das Glas ist extrem anfällig für stürzende Linie. Schon ein leichte Aufwärts- oder Abwärtsneigung quittiert das Utraweitwinken mit lotrechten Linien, die ganz und gar nicht mehr lotrecht sind, sonder auseinander-oder zusammenlaufen. Bewusst eingesetzt ein tolles Stilmittel, um die Dramatik zu erhöhen. Meist ist aber eher fehlendes fotografisches Können der Grund und weniger die bewusste Bildgestaltung.