Makros

Bilder mit denen ich Anderen die Welt der Winzigkeiten und Details zeigen kann, fordern meine kreativität und mein fotografisches Auge. Und das finde ich gaaaanz toll. Anfangs habe ich mir noch mit Distanzringen beholfen. Ein klassisches Makro-Glas kam erst danach - ein gebrauchtes Nikon 105 mm 2,8, mit dem ich immer noch viel Spaß habe.

Aufnahmetechnik

Von Fluchtdistanz und Stacking

Was macht ein Makro eigentlich aus? Eine Vergößerung von mindestens 1:1, d. h. ein Objekt wird auf dem Sensor in originaler Größe abgebildet. Beispiel: eine Fliege ist ca. 1 cm groß. Auf dem Sensor wäre sie dann auch 1 cm groß und damit ganz extrem vergrößerbar.

Der Haken an der Sache ist: das geht nur, bei der Mindestdistanz, d. h. das Makro muss nahe ans das Objekt heran und da fängt dann das Schlamassel wieder an.

  Makro mit kurzer Brennweite Macro mit mittlerer Brennweite Macro mit langen Brennweite
Brennweitenbereich um die 60 mm um die 100 mm mehr als 150 mm
Schärfentiefe Im cm-Bereich Im mm-Bereich

Stacking machmal notwendig
Im 10tel mm-Bereich

Stacking oft notwendig
Abstand zum Objekt Wenige cm Einige cm Viele cm
Eignung für Tote Objekte,

alles Lebendige toleriert nicht die Nähe
Distanz für viele Insekten o. ä. ausreichend. Tote Objekte gehen auch noch Spezialfall für scheue Tierchen. Für Tote Objekte nicht zu empfehlen wegen der geringen Schärfentiefe

Fluchtdistanz
 Die Entfernung zur Kamera, die ein Tier gerade noch akzeptiert, bevor es flüchtet.

 

Stacking Gerade bei langen Brennweiten ist der scharfe Bereich sehr sehr klein, z. B. kann vom Auge einer Fliege nur der mittlere Bereich scharf sein, der vordere und hintere Tei sind schon unscharf. Um mehr Schärfetiefe zu bekommen, machen Sie viele Bilden und ändern zwischen jeder Aufnahme den Fokus minimal. Auf diese Weise bekommen Sie einen Stapel (=Stack) Bilder, auf denen unterschiedliche Bereiche scharf sind. In Photoshop legen Sie die übereinander und blenden jeweils dem scharfen Teil ein. Damigt bekomemn Sie dann ein Foto mit mehr Schärfentiefe. Dazu gibts es übrigens auch spezielle Software, die das ganz von selber macht.

Für ein perfektes Ergebnis geht es dann noch weiter: Kamera auf einer Schiene montieren, Fokus gleich lassen und ie Kamera im 10tel-mm-Bereich auf des Objekt zu und vom Objekt weg bewegen. Dass sich dabei das Objekt nicht bewegen darf, versteht sich von selbst!

Insekten

Insekten sind wechselwarm, d h. die Körpertemperatur hängt stark von der Umgebungstemeratur ab. Am kühlen frühen Morgen haben Sie nicht nur ein tolles Licht, sondern die Tierchen sind auch wie betäubt und lassen sich toll fotografieren!


Ausrüstung - mein persönliches Setup

Ich besitze ein 105 mm Micro-Nikkor und wähle eine hohe Blendenzahl, um mehr Schärfentiefe zu bekommen. Ich nutze die maximale Blendenzahl nicht aus wegen der Beugungsunschärfe, sonder blende 1-2 Stufen auf. So etwa Blende 16. Dadurch schraube ich natürlich die Belichtungszeit in die Höhe - ein Stativ ist ein Muss.

Blöd nur, wenn ich kurze Belichtungszeiten für Tierchen brauche. Dann versuche ich die kurzen Belichtungszeiten zu realisieren, indem ich:

  • die Blende etwas weiter öffne und die und geringere Tiefenschärfe durch etwas mehr Abstand. Den kleineren Abbildungsmaßstab nehme ich in Kauf.
  • die ISO Empfindlichkeit etwa auf 400-800 hochschraube

Nur ein Makro? NEIN!!!! Die Makros sind auch hervorragende Standard-Objektive! Der einizige Nachtei ist der lange Fokussierungsweg. D. h. es dauert länger, bis ein Bild scharf ist. Gute Makros können dieses langen Weg begrenzen, so dass das Glas viel schneller fokussieren kann!

Makro-Fotografie
Biene